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Psychotherapeuten-Bündnis Baden-Württemberg

Erfahrung - Kompetenz - Kooperation


Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen in Baden-Württemberg,


in der Zeit vom 06.7.2010 bis einschließlich 26.07.2010 findet die Briefwahl für die neue Vertreterversammlung der neuen KV Baden-Württemberg statt.
Für diese Wahl haben sich folgende Verbände zum Psychotherapeuten-Bündnis Baden-Württemberg zusammengeschlossen, die sich Ihnen hier kurz vorstellen wollen:


bvvp:

Der Bundesverband der Vertragspsychotherapeuten ist ein integrativer und integrierender Verband. In ihm arbeiten ärztliche und Psychologische PsychotherapeutInnen und Kinder- und JugendlichenpsychotherapeutInnen unterschiedlicher therapeutischer Ausrichtung gleichberechtigt zusammen. Er vertritt somit diejenigen PsychotherapeutInnen, die es für wichtig halten, über alle Berufsgruppen-Egoismen hinweg gemeinsam für die Psychotherapie im deutschen Gesundheitswesen einzustehen und die Versorgung psychisch Kranker zu organisieren.

Die integrative Verbandsstruktur des bvvp bietet den Vorteil, dass Berufsgruppen und Psychotherapieverfahren bedingte unterschiedliche Interessen und Sichtweisen innerhalb des Verbandes solidarisch ausgetragen werden können. Nach außen spricht der bvvp dann für dasgesamte Spektrum der Psychotherapeuten. Das Konzept von Verbänden, die in offensiver Weise ausschließlich psychologische oder ausschließlich ärztliche PsychotherapeutInnen vertreten, bedient dagegen Partialinteressen und schwächt die psychotherapeutische Interessenvertretung.

Der bvvp hat federführend alle BSG Urteile erstritten, die zu den bereits erfolgten Nachzahlungen führten und voraussichtlich auch für die angemessene Honorierung unserer Arbeit in der Zukunft sorgen. Der bvvp sieht im BSG und in den gesetzlichen Regelungen zur Angemessenheit der Vergütung große Erfolge der PsychotherapeutInnen und wird daher alle Selektivvertragsangebote unter dem Gesichtspunkt prüfen, ob hier Errungenschaften der vergangenen Jahre wegen kurzsichtiger Vorteile aufs Spiel gesetzt werden.

Über seine Vertreter auf Bundesebene ist der bvvp eine starke und erfolgreiche Stimme der Psychotherapie in Gremien und Ausschüssen.
Als Verband für alle RichtlinienpsychotherapeutInnen, der sich integrativ für die Interessen und Gleichbehandlung aller VertragspsychotherapeutInnen einsetzt, liegt sein Schwerpunkt im Schutz und in der Verbesserung der sozialrechtlichen Rahmenbedingungen unserer Praxistätigkeit.

Die Mitgliederbetreuung ist vorbildlich. Dazu gehören Informationsveranstaltungen und Mitgliederberatung zu den Themen Praxisabgabe und -übernahme und Kooperationsformen. Dies verstehen wir insbesondere als Einsatz für den Psychotherapeuten-Nachwuchs und dessen Möglichkeiten, als PsychotherapeutInnen ihren Lebensunterhalt verdienen zu können.
Die Strukturierung des bvvp über autonome Regionalverbände sichert einen intensiven Kontakt zu den Niedergelassenen.

Eine extra gegründete Vertragswerkstatt arbeitet an der Entwicklung neuer Versorgungsmodelle, bei der die Niedergelassenen von Anfang an in die Gestaltung eingebunden sind. Der Erhalt und die Förderung der Vielfalt der Praxisstrukturen ist für den bvvp ein besonderes Anliegen.





DGPT:

Die Deutsche Gesellschaft für Psychoanalyse, Psychotherapie, Psychosomatik und Tiefenpsychologie e.v. (DGPT) wurde 1949 als "Deutsche Gesellschaft für Psychotherapie und Tiefenpsychologie" gegründet.
Die Gründung erfolgte im Bemühen um den Wiederaufbau einer zerstörten Wissenschaft und mit dem Ziel, unabhängig von Grundberuf und psychoanalytischen Orientierungen ein gemeinsames berufspolitisches und wissenschaftliches Forum für alle Psychoanalytiker und Psychoanalytikerinnen zu schaffen.

Die Deutsche Gesellschaft für Psychoanalyse, Psychotherapie, Psychosomatik und Tiefenpsychologie e.V. (DGPT)

Wichtige Meilensteine in der Geschichte waren die Einführung der Zusatzbezeichnungen "Psychotherapie" 1958 und Psychoanalyse" 1978, die Richtlinienpsychotherapie (1967) mit Anerkennung der aktuellen neurotischen Störung als Krankheit im Sinne der RVO und der Einführung von Psychotherapie als Heilmethode, die Einbeziehung nichtärztlicher Psychotherapeuten in die kassenärztliche Versorgung seit 1971 und die Anerkennung der chronischen Neurose als Krankheit 1976.

An den 10 baden-württembergischen Ausbildungsinstituten werden nach den Standards der DGPT, der Ärztekammer BW und des PsychThG Psychologen und Ärzte in analytischer und tiefenpsychologisch fundierter Psychotherapie aus- und weitergebildet. Mitglieder des Landesverbandes sind in der KV und der Kammer aktiv und setzen sich dafür ein, dass Ausbildung und Praxis der Psychoanalyse unter Rahmenbedingungen stattfinden können, die sowohl berufsrechtlich als auch sozialrechtlich dem Verfahren und einer Patientenbehandlung auf der Basis hoher Qualitätsstandards gemäß sind.





VAKJP:

Die Vereinigung Analytischer Kinder- und Jugendlichen-Psychotherapeuten in Deutschland (
VAKJP) ist der größte Berufs- und Fachverband der Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten in Deutschland.

Sie wurde 1953 als Vereinigung Deutscher Psychagogen e.V. gegründet. 1975 wurde aus der Vereinigung Deutscher Psychagogen die Vereinigung Analytischer Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten in Deutschland e.V..

Die besondere Kompetenz dieses Verbandes liegt in der Ausbildung und Berufspolitik für die Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten. Mitglieder sind nicht nur Analytische Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten, sondern auch Absolventen der StäKo Ausbildungsinstitute in der Fachrichtung Tiefenpsychologisch fundierte Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie sowie als juristische Person auch die StäKo, die der Zusammenschluss der staatlich anerkannten Ausbildungsstätten für analytische Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie in Deutschland ist.

In ihrer Satzung definiert die
VAKJP ihre Aufgaben und ihren Zweck folgendermaßen:

Die VAKJP hat sich maßgeblich für die Einführung der KJP-Mindestquote in Höhe von 20% eingesetzt, sie hat die Behandlungsmöglichkeit der 18 - 21 jährigen jungen Erwachsenen und auch die von Säuglingen, Kleinkindern und deren Eltern erfolgreich erstritten.

Als Fachverband für analytische Kinder- und JugendlichenpsychotherapeutInnen unternimmt die VAKJP seit vielen Jahren enorme Anstrengungen zur Finanzierung von Wirksamkeitsforschung in den Anwendungsbereichen der analytischen und tiefenpsychologisch fundierten Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie.



DGVT:

Die Deutsche Gesellschaft für Verhaltenstherapie e.V.
ist der größte europäische Berufs- und Fachverband von VerhaltenstherapeutInnen. Die DGVT engagiert sich für die Verwirklichung einer bedarfsgerechten psychosozialen und psychotherapeutischen Versorgung auf solidarischer Grundlage.

Die DGVT ist bundesweit an 15 Standorten in der Psychotherapieausbildung tätig (Psychologische Psychotherapie und Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie). Sie engagiert sich in der Psychotherapieforschung und in der Gesundheitspolitik und setzt sich ein für das gemeinsame Handeln aller Berufsgruppen und Institutionen, die zur Verwirklichung einer psychosozialen Gesundheitsversorgung im Sinne der Bedürfnisse der PatientInnen beitragen.

Als Verband steht die DGVT für eine integrative, wissenschaftlich fundierte Psychotherapie, für hohe Qualitätsstandards in der Psychotherapieausbildung und in der psychosozialen Versorgung sowie für eine versorgungsorientierte und praxisnahe Psychotherapieforschung.

Die DGVT bietet ihren Mitgliedern individuelle Beratung zu vertragspsychotherapeutischen Fragestellungen, zur
Praxisübergabe / -übernahme und zum Praxismanagement. Darüber hinaus unterstützt sie Musterklageverfahren zu sozialrechtlichen Themen. Die kollegiale Vernetzung der Mitglieder wird gefördert durch themenspezifische Mailinglisten sowie durch regelmäßige regionale Mitgliedertreffen. Praxisneueinsteiger profitieren vom berufspolitischen Austausch mit erfahrenen KollegInnen über die Mailinglisten. Mitglieder der DGVT sind themenspezifisch in Fachgruppen sowie regional in Landesgruppen organisiert. Verbandsvertreter sind sowohl in den Landespsychotherapeutenkammern, in der Bundespsychotherapeutenkammer als auch im Gesprächskreis II (Zusammenschluss der psychotherapeutischen Fach- und Berufsverbände) engagiert.

Im zukünftigen Prozess der Entwicklung neuer Versorgungsstrukturen sieht die DGVT sowohl Chancen als auch Risiken für PatientInnen und Leistungserbringer und setzt sich für abgestimmte Lösungen unter Sicherstellung des KV-Versorgungssystems ein.


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